Beratung und Selbsthilfe

Mit dem gemeinsam im Netzwerk entwickelten Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen" werden landesweit Angebote für LSBTTIQ aufgebaut und das Angebot für fachlich fundierte Beratung zu geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung in der Fläche verbessert.  Flyer Beratungen in Baden-Württemberg


Ziel des Projekts ist der landesweite Zugang zu fachlich fundierter, psychosozialer Beratung, frei von der Befürchtung wegen der eigenen sexuellen Orientierung und/ oder geschlechtlichen Identität infrage gestellt zu werden. Um landesweit vorhandene Expertise nutzen und Erfahrungen bündeln zu können, werden dabei auch kleinere Organisationen der Community vor Ort gezielt unterstützt. Dazu gehört unabdingbar aber auch eine Stärkung der Selbsthilfestrukturen mit ihren vielfältigen und wichtigen Angeboten. Um dem besonderen Beratungsbedarf für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen gerecht zu werden sowie eine Bündelung der Expertise zu den Fragen rund um geschlechtliche Identität oder Intersexualität zu erreichen, ist der Aufbau einer ersten Beratungsstelle zu Transsexualität, Transgender und Intersexualität in Baden-Württemberg Teil des Projekts.

Unabhängig oder auch begleitend zur Beratung kann es bei Erfahrungen von Diskriminierung und/oder Gewalt hilfreich sein, sich an die Polizei zu wenden. Zwischenzeitlich gibt es bei allen Polizeipräsidien in Baden-Württemberg Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gleichgeschlechtlicher Lebensweisen. Ein Ziel ist, Auskünfte und Hilfestellung für den Kontakt mit der Polizei zu bieten.


Mehr Informationen

     Angebote psychosozialer Beratung von und für LSBTTIQ
     Selbsthilfegruppen für LSBTTIQ in Baden-Württemberg
     Beratungsstelle zu Transsexualität, Transgender und Intersexualität in Baden-Württemberg
     Standards und Qualitätssicherung in der Beratung für LSBTTIQ 
     Ansprechpersonen gleichgeschlechtlicher Lebensweisen bei den Polizeipräsidien des Landes Baden-Württemberg
     Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten

 

Aktuelles aus dem Projekt

  • Mitarbeiter_in gesucht für Fortbildungsprojekt zu Transsexualität, Transgender und Intersexualität - fachliche Qualifikation sowie biografische Kenntnisse gewünscht: hier ⇒ Bei Interesse bitte melden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !
  • Zweite 2-tägige Fortbildung für Beratende zu "Beratungskompetenz im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und der Vielfalt sexueller Orientierungen"am 2./3. Februar 2018 in Stuttgart, zertifiziert mit 18 Fortbildungspunkten durch die Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg. Mehr Infos hier
  • Veröffentlichung des Rückmeldebogens zu den Beratungen im April 2017. Für ein unkompliziertes und anoymes Feedback kann auf diesen Rückmeldebogen zurückgegriffen werden. 
  • Veröffentlichung der Broschüre „Standards und Qualitätssicherung für psychosoziale Beratungsangebote für LSBTTIQ Menschen“ (28. Februar 2017) mit Standards für die Beratung von LSBTTIQ Menschen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Pressemeldung verweist auf die bundesweite Dimension.
    Zum Herunterladen als pdf sind die Standards hier zu finden.
  • Flyer zum Beratungsangebot für LSBTTIQ und zu geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung: hier
  • Erste 2-tägige Fortbildung für Beratende zu "Beratungskompetenz im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und der Vielfalt sexueller Orientierungen"am 14./15. Oktober 2016 in Stuttgart. Mehr Informationen hier
  • Präsentation des Beratungsprojekts beim Fachaustausch "Beratungs- und Unterstützungsbedarfe für transsexuelle/trans* Menschen und ihre Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen" am Mittwoch, dem 29. Juni 2016, im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – (Videodokumentation - konkret Teil 2: Podiumsdiskussion Perspektiven auf Beratung ab Minute 38:00)
  • Pressemeldung zum Start der ersten Beratungsstelle für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen in Baden-Württemberg am 9. Mai 2016: hier
  • Ankündigung einer ersten 2-tätige Fortbildung für Beratende zu "Beratungskompetenz im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und der Vielfalt sexueller Orientierungen" (Sommer 2016)
  • Berater_in gesucht im Bereich Transsexualität, Transgender und Intersexualität -fachliche Qualifikation sowie biografische Kenntnisse durch einen intersexuellen Hintergrund gewünscht: hier - Die Ausschreibung ist geschlossen. 
  • Pressemeldung vom 27.4.2016 zur ersten Zwischenbilanz: hier
  • Berater_in gesucht im Bereich Transsexualität, Transgender und Intersexualität -fachliche Qualifikation sowie biografische Kenntnisse durch einen transsexuellen Hintergrund gewünscht: hier - Die Ausschreibung ist geschlossen. 
  • Pressemeldung vom 25.11.2015 zum Projektstart: hier

 

Hintergründe zum Projekt

"Wem kann ich mich anvertrauen?" "Wie kann ich meine Ängste im Umgang mit Menschen überwinden, wenn ich Angst habe, dass jemand erfährt, dass ich lesbisch bin?" "Ich fühle mich wertlos und allein und habe den Eindruck, mich als schwuler Mann besonders beweisen zu müssen." "Wo finde ich Gleichgesinnte?" Für diese und viele andere Fragen wünschten sich die Teilnehmer_innen einer landesweiten Bedarfserhebung im Jahr 2014, durchgeführt im Rahmen der Erstellung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte, kompetente Ansprechpartner_innen. Folgerichtig wurde hier ein Schwerpunkt der Umsetzung des Aktionsplans gelegt.

Seit Sommer 2015 haben die im Bereich Beratung tätigen Organisationen im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg an konkreten und umsetzbaren Vorschlägen gearbeitet, die der Nachfrage qualifiziert und landesweit gerecht werden können und die aufzeigen, wie die begrenzten Ressourcen effizient eingesetzt werden können. Das Ergebnis ist das gemeinsam entwickelte Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen“.

Im Rahmen des Projektes wird bis Ende 2016 zum einen der Zugang zu fachlich fundierter Beratung zu lsbttiq-Anliegen bzw. von lsbttiq-Menschen in der Fläche verbessert. Zum anderen werden die Beratungsleistungen durch stärkere Vernetzung und fortgesetzte Qualifizierung innerhalb der beteiligten Organisationen landesweit auf hohem fachlichem Niveau geleistet.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene Einbindung der Community in die Projektentwicklung und auch in die anlaufende Umsetzung des Projekts. Das Projekt greift auf die vielfältigen Ressourcen der Community zurück und zeigt in aller Deutlichkeit, dass die LSBTTIQ Community Baden-Württembergs die Kompetenzen hat, Ratsuchende in ihren Anliegen ernst zu nehmen und zu stärken. 

Die Steuerung des Projekts hat die Rosa Hilfe Freiburg e.V. als Projektträger an Mathias Falk (Rosa Hilfe Freiburg e.V.) und Margret Göth (PLUS e.V. Mannheim) übertragen. Alle, die Beratung anbieten oder in Zukunft Beratung anbieten möchten, können sich an die projektsteuernden Personen wenden. Für Ratsuchende werden in den kommenden Wochen eine gemeinsame Website und entsprechendes Informationsmaterial erstellt, das den Zugang zu den Beratungsleistenden erleichtert.

 

 

Das Projekt wird im Rahmen des
Aktionsplans "Akzeptanz und gleiche Rechte"
durch das Ministerium für Soziales und Integration
Baden-Württemberg gefördert.