Das Beratungsprojekt

Mit dem gemeinsam im Netzwerk entwickelten Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen" werden landesweit Angebote für LSBTTIQ aufgebaut und das Angebot für fachlich fundierte Beratung zu geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung in der Fläche verbessert.

 

Hintergründe zum Projekt

"Wem kann ich mich anvertrauen?" "Wie kann ich meine Ängste im Umgang mit Menschen überwinden, wenn ich Angst habe, dass jemand erfährt, dass ich lesbisch bin?" "Ich fühle mich wertlos und allein und habe den Eindruck, mich als schwuler Mann besonders beweisen zu müssen." "Wo finde ich Gleichgesinnte?" Für diese und viele andere Fragen wünschten sich die Teilnehmer_innen einer landesweiten Bedarfserhebung im Jahr 2014, durchgeführt im Rahmen der Erstellung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte, kompetente Ansprechpartner_innen. Folgerichtig wurde hier ein Schwerpunkt der Umsetzung des Aktionsplans gelegt.

Seit Sommer 2015 haben die im Bereich Beratung tätigen Organisationen im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg an konkreten und umsetzbaren Vorschlägen gearbeitet, die der Nachfrage qualifiziert und landesweit gerecht werden können und die aufzeigen, wie die begrenzten Ressourcen effizient eingesetzt werden können. Das Ergebnis ist das gemeinsam entwickelte Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen“.

Im Rahmen des Projektes wird bis Ende 2016 zum einen der Zugang zu fachlich fundierter Beratung zu lsbttiq-Anliegen bzw. von lsbttiq-Menschen in der Fläche verbessert. Zum anderen werden die Beratungsleistungen durch stärkere Vernetzung und fortgesetzte Qualifizierung innerhalb der beteiligten Organisationen landesweit auf hohem fachlichem Niveau geleistet.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene Einbindung der Community in die Projektentwicklung und auch in die anlaufende Umsetzung des Projekts. Das Projekt greift auf die vielfältigen Ressourcen der Community zurück und zeigt in aller Deutlichkeit, dass die LSBTTIQ Community Baden-Württembergs die Kompetenzen hat, Ratsuchende in ihren Anliegen ernst zu nehmen und zu stärken. 

Die Steuerung des Projekts hat die Rosa Hilfe Freiburg e.V. als Projektträger an Mathias Falk (Rosa Hilfe Freiburg e.V.) und Margret Göth (PLUS e.V. Mannheim) übertragen. Alle, die Beratung anbieten oder in Zukunft Beratung anbieten möchten, können sich an die projektsteuernden Personen wenden. Für Ratsuchende werden in den kommenden Wochen eine gemeinsame Website und entsprechendes Informationsmaterial erstellt, das den Zugang zu den Beratungsleistenden erleichtert.

 

Aktuelles aus dem Projekt

  • Pressemeldung zum Projektstart: hier
  • Pressemeldung zur ersten Zwischenbilanz: hier
  • Berater_in gesucht im Bereich Transsexualität, Transgender und Intersexualität -fachliche Qualifikation sowie biografische Kenntnisse durch einen intersexuellen Hintergrund gewünscht: hier ⇒ Bei Interesse bitte melden!
  • Berater_in gesucht im Bereich Transsexualität, Transgender und Intersexualität -fachliche Qualifikation sowie biografische Kenntnisse durch einen transsexuellen oder transgender Hintergrund gewünscht: hier
  • Pressemeldung zum Start der ersten Beratungsstelle für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen in Baden-Württemberg: hier
  • Erste 2-tätige Fortbildung für Beratende zu "Beratungskompetenz im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und der Vielfalt sexueller Orientierungen": hier
  • Präsentation des Beratungsprojekts beim Fachaustausch "Beratungs- und Unterstützungsbedarfe für transsexuelle/trans* Menschen und ihre Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen" am Mittwoch, dem 29. Juni 2016, im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – (Videodokumentation - konkret Teil 2: Podiumsdiskussion Perspektiven auf Beratung ab Minute 38:00
  • Veröffentlichung der Broschüre „Standards und Qualitätssicherung für psychosoziale Beratungsangebote für LSBTTIQ Menschen“ (28. Februar 2017) mit Standards für die Beratung von LSBTTIQ Menschen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Die Pressemeldung verweist auf die bundesweite Dimension.
    Zum Herunterladen als pdf sind die Standards hier zu finden.