Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Wer wir sind und wie wir arbeiten

Das 2012 gegründete Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von Gruppen, Vereinen und Initiativen, die sich für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt einsetzen. Dabei sollen alle spezifischen Varianten dieser Vielfalt sowie verschiedene Formen von Familie und partnerschaftlichen Beziehungen gleichberechtigt und gleichgestellt sein.

Dazu fördert das Landesnetzwerk die Zusammenarbeit der verschiedenen Mitgliedsgruppen auf Landesebene, intensiviert den Erfahrungsaustausch, erarbeitet zu im Netzwerk relevanten politischen und gesellschaftlichen Themen gemeinsame Positionen und vertritt diese gegenüber (landes-)politischen Entscheidungstragenden und in der Öffentlichkeit.

Die Mitglieder des Netzwerks kommen aus dem LSBTTIQ-Spektrum in Baden-Württemberg. LSBTTIQ steht dabei für Menschen und Selbstorganisationen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intergeschlechtlich und/oder queer begreifen. Das Netzwerk verwendet diese Buchstaben seit seiner Gründung. Uns ist bewusst, dass damit nicht das unendlich breite Spektrum der gesamten Vielfalt von sexueller Orientierung und geschlechtlichen Sein widergespiegelt werden kann. Daher gehören auch Menschen, die wenig bis kein sexuelles Begehren empfinden (asexuell); Menschen, die eine romantische oder sexuelle Anziehung zu einer Person jeglichen Geschlechts empfinden können (pansexuell) und Menschen, die nicht oder nicht ausschließlich männlich oder weiblich sind (nicht binär), zu unserem Netzwerk. Willkommen als Fördernde und Mitarbeitende im Netzwerk sind alle Menschen, welche die Ziele und das Selbstverständnis des Netzwerks teilen.

Alle ordentlichen Mitglieder des Netzwerks sind gleichberechtigt und arbeiten eigenverantwortlich. Innerhalb des Netzwerks existieren verschiedene Themengruppen, die Handlungsempfehlungen, Positionen und Beschlussvorlagen für das Plenum erarbeiten. Ein bis zu 14-köpfiger Sprechendenrat übernimmt die Koordination des Verbandes und die inhaltliche Vorbereitung der Plena.

Unsere Vision

Das Netzwerk steht für eine Gesellschaft:

    • in der die menschliche Vielfalt in Bezug auf Lieben, Begehren und geschlechtlichem Sein anerkannt ist und entsprechend dem individuell zum Ausdruck gebrachten Empfinden in Würde und Respekt gelebt werden kann;
    • in der wesentliche Prinzipien der 1948 verabschiedeten allgemeinen Menschenrechte verteidigt werden. Dazu gehören in einer demokratischen Gesellschaft die gleichberechtigte Teilhabe und die individuelle Chancengleichheit, so dass Menschen aus ihrem geschlechtlichen Sein und ihrer (A-)Sexualität Gesundheit und Glück als wesentlichen Teil sinnerfüllten Lebens schöpfen können;
    • die sich frei macht von patriarchalischen Strukturen und entsprechend überlieferten Vorstellungen;
    • die Mehrfachdiskriminierungen wahrnimmt und ihnen couragiert entgegentritt;
    • die für Geschlechtergerechtigkeit und das Recht auf körperliche, seelische, sexuelle und soziale Selbstbestimmung und Unversehrtheit eintritt;
    • die die Zugehörigkeit eines Menschen zu dem von ihm geäußerten und gelebten Geschlecht vollumfänglich anerkennt;
    • die eine erforderliche Gesundheitsversorgung bietet, bei der die individuellen Bedürfnisse und subjektives Wohlergehen, auch in Bezug auf das Geschlecht, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt stehen. Das Landesnetzwerk hält es für zwingend erforderlich, dass die Gesundheitsversorgung auch von trans Kindern und Jugendlichen leitliniengerecht erfolgt (nach Leitlinien, die den Positionen des Netzwerks entsprechen wie z. B. World Professional Association for Transgender Health – WPATH);
    • in der eine restriktive Sexualmoral überwunden wird, die Gesundheits- Präventionsarbeit erschwert;
    • die einvernehmlich nicht-monogame und/oder asexuelle Liebesbeziehungen anerkennt;
    • die ein umfassendes Beratungsangebot für lsbttiq Menschen bietet;
    • die lsbttiq Geflüchtete selbstverständlich aufnimmt und unterstützt;
    • die in Schule, Ausbildung, Lehre und Forschung sowie sonstigen Bildungsbereichen selbstverständlich LSBTTIQ-Themen behandelt;
    • die jeden Menschen in seiner individuellen Vielfalt wertschätzt und alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit überwindet.

Wer sind wir

(leichte Sprache)

Wir sind das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

Im Netzwerk arbeiten viele Gruppen zusammen.
Wir arbeiten gemeinsam.

Das wollen wir:

Wir wollen selbst bestimmen, welches Geschlecht wir haben und wen wir lieben. Wir wollen nicht, dass viele Menschen Angst vor Unterschieden haben.

Wer ist das Netz·werk LSBTTIQ Baden-Württemberg?

Wir sind 122 Gruppen.
Wir treffen uns viermal im Jahr.

Wir sprechen über Politik.
Wir fragen uns: Was können Politikerinnen und Politiker besser machen.

Wir sprechen mit Politikerinnen und Politikern.
Wir sagen Ihnen: Jeder Mensch ist anders.
Wir sind nicht alle gleich. Und das ist gut so.

Es gibt Lesben, Schwule und Bisexuelle

Zum Beispiel verlieben sich Menschen verschieden.

Eine Frau kann sich in einen Mann verlieben.
Ein Mann kann sich in eine Frau verlieben.
Das heißt heterosexuell.

Oder:
Eine Frau kann sich in eine Frau verlieben. Das heißt lesbisch.
Ein Mann kann sich in einen Mann verlieben. Das heißt schwul.

Eine Frau kann sich manchmal in einen Mann verlieben. Und manchmal in eine Frau.
Ein Mann kann sich manchmal in einen Mann verlieben. Und manchmal in eine Frau.
Das heißt bisexuell.

Das ist in Ordnung. Das sollen alle Menschen wissen.
Auch Eltern. Auch Lehrerinnen und Lehrer.

Es ist in Ordnung heterosexuell zu sein.
Es ist in Ordnung lesbisch zu sein.
Es ist in Ordnung schwul zu sein.
Es ist in Ordnung bisexuell zu sein.

Das sagen wir den Politikerinnen und Politikern.

Es gibt transgeschlechtliche Menschen

Zum Beispiel: Eine Person sieht aus wie ein Mann.
Die Person hat einen Penis.

Aber:
Die Person sagt: Ich bin eine Frau.
Das war schon immer so. Die Person ist eine Frau.
Das heißt transgeschlechtlich.

Zum Beispiel: Eine Person sieht aus wie eine Frau.
Sie hat eine Vulva und Brüste.

Aber:
Die Person sagt: Ich bin ein Mann.
Das war schon immer so. Die Person ist ein Mann.
Das heißt transgeschlechtlich.

Es ist in Ordnung transgeschlechtlich zu sein.
Das sagen wir den Politikerinnen und Politikern.

Es gibt intergeschlechtliche Menschen

Manche Menschen haben weibliche Geschlechtsteile.
Und gleichzeitig männliche Geschlechtsteile.

Diese Menschen sind körperlich Frauen.
Und körperlich Männer.
Das heißt intergeschlechtlich.

Wir sagen den Politikern und Politikerinnen:
Es gibt intergeschlechtliche Menschen.
Das ist normal.

Dafür kämpfen wir

Wir sagen: Niemand darf Menschen schlecht behandeln.

  • weil sie lesbisch sind
  • weil sie schwul sind
  • weil sie bisexuell sind
  • weil sie transgeschlechtlich sind
  • weil sie intergeschlechtlich sind

Wir sagen:

  • Menschen sind verschieden
  • Alle müssen gut behandelt werden

Alle sollen wissen:

  • Jeder Mensch darf selbst bestimmen wen er liebt.
  • Jeder Mensch weiß selbst am besten. Bin ich ein Mann. Oder bin ich eine Frau

Dafür kämpft das Netzwerk LSBTTIQ.

Mehr Informationen

Hier erklären wir, was wir wollen – Wer wir sind?

Hier gibt es ein Heft in leichter Sprache
Das Heft – Anders und Gut!

Hier kannst du das Heft bestellen
Anders und gut! – die Broschüre in leichter Sprache

Die Menschen vom Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg wünschen dir alles Gute!

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