Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Das Landesnetzwerk ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Geschlechtliche Selbstbestimmung ohne Hürden!

Rund um den Transgender Day of Remembrance (TDoR) am 20.11. finden trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr wieder in ganz Baden-Württemberg Aktionen gegen Transfeindlichkeit und für mehr Akzeptanz für die Vielfalt von Geschlecht statt. Alle sind herzlich eingeladen!

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg fordert, endlich ein unkompliziertes Verfahren zur Änderung von Personenstand und Vornamen einzuführen – so wie es bereits in einigen europäischen Ländern erfolgreich praktiziert wird. Die rechtliche Anerkennung des Geschlechts von transsexuellen und transgender Menschen ist ein wesentliches Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt. 

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Für eine Erinnerungskultur jenseits von Opferhierarchien

Anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern wir an das Leid lesbischer, schwuler, bisexueller, transgender, transsexueller, intersexueller und queerer (lsbttiq) Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus kriminalisiert, zwangssterilisiert oder als Homosexuelle und „Asoziale“ in Arbeits- und Konzentrationslager gebracht wurden. 

Als Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg machen wir uns stark für eine Erinnerungskultur jenseits von Opferhierarchien. Zum Gedenktag empfehlen wir daher besonders die Live-Stream-Veranstaltung am 24. Januar 2021 um 16 Uhr zur kürzlich erschienenen Buchveröffentlichung Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten.

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung und der Einladung zur Live-Stream-Veranstaltung.

Besondere Schutzbedarfe für lsbttiq Geflüchtete!

Es braucht die Solidarität vieler, um das Menschenrecht auf Asyl zu ermöglichen. Im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg sind mehrere Netzwerkgruppen aktiv und unterstützen tatkräftig lsbttiq Geflüchtete. Sie bieten Beratung und Begleitung, Anhörungsvorbereitung und Integration in die Community an. Ihre finanzielle Unterstützung ist herzlich willkommen.

Frustrierend ist, dass Baden-Württemberg immer keine systematische Feststellung und angemessene Umsetzung der besonderen Schutzbedarfen von Geflüchteten gefunden hat. Dieses wichtige Thema bleibt eine zentrale Forderung des Netzwerks auch im Neuen Jahr. 

Inspirierend war die erfolgreiche Kooperation der hms Hannchen Mehrzweck Stiftung mit den Unicorn Refugees von PLUS e.V. Wir danken allen Unterstützer_innen und freuen uns auf das bundesweite Treffen von lsbttiq Geflüchteten im Neuen Jahr.

 

 

Endlich auch Lesbische Lebenswelten im Blickpunkt der Forschung

Die jahrelangen Bemühungen der Themengruppe Geschichte des Netzwerkes LSBTTIQ Baden-Württemberg führten zum Erfolg: Ende November 2020 wurde vom Wissenschaftsministerium ein universitätsübergreifender Forschungsantrag der Professorinnen Nolte, Patzel-Mattern (Universität Heidelberg) und Paletscheck (Universität Freiburg) für die Förderung ausgewählt. Unter dem Titel „Alleinstehende Frauen“, „Freundinnen“, „Frauenliebende Frauen“ - lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten (ca. 1920er bis 1960er Jahre) unter besonderer Berücksichtigung der in der Zeit des Nationalsozialismus“ werden die Wissenschaftlerinnen damit beginnen können, die bestehenden enormen Forschungslücken zu lesbischen Lebenswelten zu beleuchten. Wir danken allen, die diese Entwicklung möglich machten!

Mehr Infos in der Meldung des Landtags sowie des LSVD Baden-Württemberg