Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Das Landesnetzwerk ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Lsbttiq Geflüchtete brauchen weiter Unterstützung

Lsbttiq Geflüchtete brauchen weiter dringend die Unterstützung der Gesellschaft. Die in Baden-Württemberg aktiven Unterstützungsgruppen freuen sich über Eure Unterstützung wie auch über Spenden für rechtlichen Beistand von lsbttiq* Geflüchteten

Wie verhängnisvoll stereotypen Vorstellungen Asylentscheide bei lesbischen Frauen* beeinflussen, wurde in der Podiumsdiskussion zu "Gleichberechtigung im Asylverfahren für lesbische und queere geflüchtete Frauen*" (22. Juli 2020) deutlich. Die besonderen Herausforderungen für lsbttiq Geflüchtete wurde bei der Veranstaltung zur Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten in Corona-Zeiten im Rahmen des CSD Stuttgart (20. Juli 2020) beleuchtet.

Es braucht die Solidarität vieler, um das Menschenrecht auf Asyl zu ermöglichen. Die angemessene Umsetzung der besonderen Schutzbedarfe ist weiterhin ein zentrales Thema für das Netzwerk. 

Vielfalt in der Sprache ist kein Pacebo

Anlässlich der Debatte um geschlechtergerechte Sprache zeigt sich das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg von ablehnenden Äußerungen der Politik in Baden-Württemberg irritiert. Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg fordert einen angemessenen Umgang mit den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechtervielfalt sowie geschlechtergerechter Sprache auch seitens der Verantwortlichen in Landesregierung und Parteien. 

Der Vorschlag zur Umsetzung der geschlechtersensiblen Verwaltungsprache im Schriftverkehr der Stuttgarter Verwaltung zeigt deutlich, dass pragmatische und angemessene Lösungen zum respektvollen Umgang mit der Vielfalt von Geschlecht im Alltag möglich sind - besonders bei einer Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Verwaltung und den örtlichen lsbttiq Gruppen. 

Mehr dazu in der Meldung vom 19. August 2020

Unser Veto war wirksam!

Das neue Adoptionsgesetz tritt nicht in Kraft. Auf den letzten Metern konnte im Bundesrat die Verschlechterung der Situation von lesbischen Elternpaaren verhindert werden.  

Unsere Forderung nach einem Veto im Bundesrat wurde von der Landesregierung umgesetzt. Die Begründung dazu ist in der Pressemitteilung des Landes nachzulesen.

Insgesamt lies die Länderkammer den Gesetzesentwurf zum Adoptionshilfegesetz aufgrund der Verschärfung der Diskriminierung von Zwei-Mütter-Familien durchfallen und folgte damit der Forderung des LSVD und der großen Unterstützung für die Petition: "Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien".

Wir hoffen auf einen guten neuen Gesetzesvorschlag zum Adoptionsrecht und endlich auf die dringenden Reformen im Abstammungsrecht.  

Schöne Würdigung der LSBTTIQ Beratung in BW

Neu erschienen: Mit dem Gesellschaftsreport BW 3-2019 wird die Untersuchung der psychosozialen Beratung für LSBTTIQ-Menschen in Baden-Württemberg veröffentlicht - durchgeführt von der FaFo FamilienForschung Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration.

Die Untersuchung bestätigt den Bedarf und die Nachfrage nach spezifischer communitybasierter Beratung für LSBTTQ-Menschen und ihre Angehörigen. Zudem zeigt sich, dass es mit dem Aufbau unseres Beratungsnetzwerks gelungen ist, ein fachlich fundiertes und gut vernetztes landesweites Angebot aufzubauen. Deutlich wird auch, dass gerade Menschen in ländlichen Gebieten weite Wege auf sich nehmen (müssen), um Unterstützung für ihre Fragen zu finden. Ausdrücklich wird das große Engagement der beteiligten Organisationen und Berater_innen gewürdigt. Danke an alle Beteiligten!