Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Das Landesnetzwerk ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Internationaler Frauentag im Wahljahr 2021

Seit über 100 Jahren wird der 8. März als Internationaler Frauentag gefeiert. An diesem Tag demonstrieren Frauen weltweit für Akzeptanz und Gleichberechtigung und gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit. Damit klar bleibt: Niemand kann von mir etwas verlangen oder mir etwas verbieten, allein weil ich eine Frau, ein Mann, oder keins von beidem bin.

Möglichkeiten, gemeinsam mit anderen eben dies zum Internationalen Frauentag zu tun, bieten auch die Veranstaltungen von Mitgliedern des Netzwerks

Anlässlich des Internationalen Frauentags ruft das Netzwerk auf, sichtbar zu sein und sich solidarisch zu beteiligen. Das Geschlecht eines Menschen, die sexuelle Orientierung oder andere Zugehörigkeiten dürfen nicht länger Grund für Diskriminierung und Gewalterfahrung sein. Dafür gilt es einzutreten. 

Für eine Erinnerungskultur jenseits von Opferhierarchien

Anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern wir an das Leid lesbischer, schwuler, bisexueller, transgender, transsexueller, intersexueller und queerer (lsbttiq) Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus kriminalisiert, zwangssterilisiert oder als Homosexuelle und „Asoziale“ in Arbeits- und Konzentrationslager gebracht wurden. 

Als Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg machen wir uns stark für eine Erinnerungskultur jenseits von Opferhierarchien. Zum Gedenktag empfehlen wir daher besonders die Live-Stream-Veranstaltung am 24. Januar 2021 um 16 Uhr zur kürzlich erschienenen Buchveröffentlichung Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten.

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung sowie der Einladung und dem Mitschnitt zur Live-Stream-Veranstaltung.

Sorgerecht war jahrzehntelang Waffe gegenüber lesbischen Müttern

Die Studie über rechtliche Folgen einer Scheidung für Mütter mit lesbischen Beziehungen und ihre Kinder in der Westdeutschland deckt strukturelle Benachteiligung lesbischer Mütter in der Zeit von 1946 bis 2000 auf und belegt systematisch Mechanismen der Diskriminierung und Unsichtbarmachung. Frauen, die sich scheiden ließen, um in einer Liebesbeziehung mit einer Frau zu leben, wurde jahrzehntelang das Sorgerecht entzogen. Angesichts der beschämenden Befunde entschuldigte sich Familienministerin Anne Spiegel (14.1.2021) ausdrücklich bei den betroffenen Frauen, bei ihren Kindern und Familien für das begangene Unrecht.

Der Forschungsbericht und eine Kurzfassung sind online verfügbar. Diese Studie von Dr. Kirsten Plötz realisierte Studie wurde im Januar 2021 öffentlich vorgestellt. Wir brauchen eine Fortsetzung dieser grundlegenden Forschung auch für Baden-Württemberg.

 

Geschlechtliche Selbstbestimmung ohne Hürden!

Rund um den Transgender Day of Remembrance (TDoR) am 20.11. finden trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr wieder in ganz Baden-Württemberg Aktionen gegen Transfeindlichkeit und für mehr Akzeptanz für die Vielfalt von Geschlecht statt. Alle sind herzlich eingeladen!

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg fordert, endlich ein unkompliziertes Verfahren zur Änderung von Personenstand und Vornamen einzuführen – so wie es bereits in einigen europäischen Ländern erfolgreich praktiziert wird. Die rechtliche Anerkennung des Geschlechts von transsexuellen und transgender Menschen ist ein wesentliches Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt. 

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Endlich! Handreichung für Beratungslehrkräfte zu LSBTTIQ

Im Dezember 2020 wurde eine lange erwartete Handreichung "Alle Farben im Blick?!?" für Schulpsychologie und Beratungslehrkräfte veröffentlicht. Der Anspruch ist, Beratende in der Schule zu befähigen, mit Beratungsanliegen auch von LSBTTIQ Schüler_innen kompetent, reflektiert und sensibel umzugehen.

Hier kann die Handreichung heruntergeladen werden. Bedauerlicher Weise ist die Handreichung noch nicht beim Kompetenzzentrum Schulpsychologie BW verlinkt. 

Für weitergehende Beratung und Fortbildung stehen auch die Beratungsorganisationen des Netzwerks zur Verfügung (https://www.beratung-lsbttiq.net). Kontakte für Workshops und andere Bildungsangebote für Schulen, Fachkräfte und Interessierte finden Sie hier: bildungsarbeit