Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ

Das Landesnetzwerk Baden-Württemberg ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Termine für Plena 2019

Das Netzwerk trifft sich regelmäßig im Plenum der fast 100 Mitgliedsorganisationen in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg. Neben dem Erfahrungsaustausch und dem Aufbau von Netzwerk-Strukturen gilt es, bei den Treffen inhaltliche Positionen im LSBTTIQ-Spektrum auf politischer und gesellschaftlicher Ebene auszuarbeiten sowie zu formulieren. Regelmäßig sind zwischen 25 und 30 Gruppen bei den Treffen vertreten - entsprechend des Treffpunkts für die Plena. Intensiver Austausch und Spass sind immer dabei.  

Für 2019 sind folgende Treffen geplant:

  • Sonntag, 10.2.2019 - Ort wird noch bekanntgegeben
  • Sonntag, 19.5.2019 - Ort wird noch bekanntgegeben
  • Freitag, 13.9.2019 - in Freiburg
  • Sonntag, 17.11.2019 - in Stuttgart

Zudem stehen selbstverständlich wieder die wichtigen Aktions-, Gedenk- und Feiertage an. Alle Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Unterstützung gesucht – Faire Asylverfahren für LSBTTIQ Geflüchtete!

LSBTTIQ Geflüchtete bedürfen eines besonderen Schutzes, um die Chance auf ein faires Asylverfahren wahrnehmen zu können. Allerdings wird bisher in keinem Bundesland der Schutzbedarf von Geflüchteten systematisch festgestellt. Die angemessene Umsetzung dieses Schutzbedarfs ist daher ein zentrales Thema für das Netzwerk.

Die Themengruppe Refugees helfen hat einen Verfahrensvorschlag erarbeitet, der die Umsetzung von Schutzgarantieren in Baden-Württemberg ermöglichen würde. Die Kurzfassung stellt die wichtigsten Punkte auf einer Seite zusammen.

Der Verfahrensvorschlag wird unterstützt u.a. vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und den Anti-Diskriminierungsbüros in BW. Danke!

Aktionen zum TDoR 2018

Zum Transgender Day of Remembrance (TDoR) finden auch in diesem Jahr wieder in ganz Baden-Württemberg Aktionen gegen Transfeindlichkeit und für mehr Akzeptanz von Transgeschlechtlichkeit und einem wertschätzenden Umgang mit der Vielfalt von Geschlecht statt.

Noch immer gilt ein schon lange nicht mehr zeitgemäßes Transsexuellengesetz von 1980 und eine diskriminierende psychiatrische Begutachtungspflicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte im Juni 2018 endlich fest, dass Transsexualität keine psychische Störung ist.

Dies muss nun endlich praktische Konsequenzen zugunsten transsexueller und transgender Menschen in Deutschland nach sich ziehen. "Zeitgemäße menschliche medizinische und rechtliche Verfahren sind längst überfällig!" 

Mehr dazu in der Pressemeldung.

Aktueller Entwurf zum Dritten Geschlechtseintrag setzt Diskriminierung fort

Das Bundesverfassungsgericht hatte letzten Herbst den Auftrag erteilt, bis Ende 2018 eine verfassungskonforme Regelung zum Geschlechtseintrag zu finden.

Seit Juni 2018 gibt es dazu einen Referentenentwurf aus dem Bundesinnenministerium. Dieser Entwurf stellt allerdings keine angemessene Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils dar. Vielmehr wird darin weitere Diskriminierung festgeschrieben. Diese Einschätzung teilt das Netzwerk mit vielen anderen Verbänden und fordert in seiner Stellungnahme eine konsequente Überarbeitung.

Wer selbst noch aktiv werden möchte, kann die eigenen Abgeordneten aufklären, die Petition "Gleiches Recht für jedes Geschlecht" unterzeichnen, sich selbst informieren und über Aktionen auf dem Laufenden halten bspw. bei Dritte Option oder Aktion Standesamt 2018.