Beteiligungsphase zum Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ startet am 20. November mit Workshop in Stuttgart

Öffentliche Veranstaltung der Landesregierung soll helfen, Diskriminierungen zu erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung zu identifizieren. Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg ruft zur regen Teilnahme auf.

Stuttgart, 29. Oktober 2013: Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg begrüßt den Beginn der öffentlichen Beteiligungsphase zum Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ der baden-württembergischen Landesregierung. Gleichzeitig rufen die über 60 Mitgliedsorganisationen des Netzwerks lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen (LSBTTIQ) zur regen Teilnahme an den geplanten Workshops auf. Im Rahmen der insgesamt vier vom Sozialministerium initiierten Beteiligungsworkshops ist jetzt eine aktive Mitarbeit der gesamten LSBTTIQ Community nötig, um den Aktionsplan mit Leben zu füllen und konkrete Maßnahmen zu definieren.

Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg lädt in Kooperation mit der Stadt Stuttgart und der FamilienForschung Baden-Württemberg am 20. November 2013 von 16:00 bis 19:40 Uhr zu einem Beteiligungsworkshop ins SpOrt nach Stuttgart-Bad Cannstatt (www.sportstuttgart.de) ein. Dieser Workshop ist ein wichtiger Schritt bei der Erarbeitung des landesweiten Aktionsplans „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“, mit dem bestehende Diskriminierungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) abgebaut werden sollen.

Nach Impulsen von Sozialministerin Katrin Altpeter (MdL) sowie Fritz Kuhn, dem Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Diskriminierungsbereiche von LSBTTIQ-Menschen und notwendige Maßnahmen zum Abbau in Kleingruppen. Da die Ergebnisse in die Erstellung des Aktionsplans der Landesregierung einfließen, haben alle Teilnehmer*innen des Workshops die Chance, sich aktiv an dem politischen Prozess zu beteiligen.

Anfang kommenden Jahres folgen drei weitere Beteiligungsveranstaltungen in den Regierungsbezirken in Baden-Württemberg am 17.01.2014 in Ulm, am 23.01.2014 in Freiburg und am 08.02.2014 in Mannheim.

Alle Workshops bieten eine entscheidende Möglichkeit, Problem- und Handlungsfelder rund um sexuelle Identitäten und die Vielfalt von Geschlecht klar zu benennen. Lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen sollten diese Gelegenheit intensiv nutzen, um Erwartungen sowie Forderungen deutlich im Rahmen der Veranstaltungen zu formulieren. Im Dialog lassen sich Maßnahmen ableiten, die am Ende den Kern des von der Landesregierung initiierten Aktionsplans darstellen werden.

Die Anmeldung für den 20.11. ist online über die Website der FamilienForschung Baden-Württemberg sowie via E-Mail unter fafo-veranstaltungsmanagement@stala.bwl.de oder telefonisch 0711 641-2444 möglich. Website der FamilienForschung zur Onlineanmeldung: www.fafo-bw.de/Veranstaltungen/2013-11-20.1.asp

Für interessierte Vereine, Initiativen, Organisationen und Gruppen aus dem LSBTTIQ-Spektrum besteht bei allen vier Workshops die Möglichkeit, die eigene Arbeit in Form eines Informationsstandes zu präsentieren. Die Anmeldung erfolgt ebenfalls über die FamilienForschung.

Informationen zum Aktionsplan finden sich auf der Website des Sozialministeriums:
www.Aktionsplan-Akzeptanz-und-gleiche-Rechte.de

Über das Landesnetzwerk: Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen. Das Netzwerk zeigt damit bereits die Vielfalt und die Vielgestaltigkeit von Geschlecht und sexueller Orientierungen. Ziel des Landesnetzwerks ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Dabei greift das Netzwerk auf die vorhandenen Kompetenzen und Expertisen der Mitglieder zurück. Die Bündelung der Aktivitäten vor Ort erbringt Synergieeffekte, die den gesellschaftlichen Beitrag der Mitgliedsgruppen wirkungsvoller gestaltet. Die Eigenständigkeit jedes Mitglieds wird respektiert und alle Mitglieder arbeiten gleichberechtigt.

Kontakt zum Sprechendenrat: sprechendenrat@netzwerk-lsbttiq.net
Mehr Informationen zum Netzwerk: www.netzwerk-lsbttiq.net
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LSBTTIQ: Die Abkürzung steht für die einzelnen Richtungen in der vielfältigen Regenbogen-Gemeinschaft – lesbisch (L), schwul (S), bisexuell (B), transgender (T), transsexuell (T), intersexuell (I), queer (Q).